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| So schleifen Sie Ihre wertvollen Messer richtig!! |
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Schleif
Schleifanleitung für japanische Messer und
europäische Messer
Muss mein Kochmesser und Küchenmesser
nachgeschliffen werden?
Ja, auch unsere Messer müssen
nachgeschliffen werden. Oft müssen wir feststellen,
daß unsere Kunden annehmen, ein japanisches Messer
müsse niemals nachgeschliffen werden. Grundsätzlich
gilt, kein Messer bleibt ewig scharf. Auch das härteste
Material unterliegt einem gewissen Verschleiss.
Ein gutes Messer zeichnet sich dadurch aus, daß es
möglichst lange scharf bleibt (und das
selbstverständlich auf einem sehr hohen Niveau) und
gleichzeitig schnell und einfach nachzuschleifen ist.
Wann müssen Kochmesser
und Küchenmesser geschärft werden?
Eine klare Regel gibt es natürlich
nicht, denn jeder hält das anders. Wenn Ihnen aber beim
Zwiebelschneiden sehr schnell die Augen tränen, sollten Sie
Ihre Messer schärfen. Die Zwiebel wird dann nicht mehr
geschnitten, sondern gequetscht und dadurch werden die
ätherischen öle aus der Zwiebel gedrückt.
(die Öle lassen Ihre Augen tränen). Auch wenn Fisch
und Fleisch mehr gequetscht und faserig an der Schnittfläche
wird, ist es höchste Zeit für das Schärfen.
Generell sollten Sie mit Ihren hochwertigen Messern mit nur leichtem
Druck optimale Schnitte erzielen.
Womit
werden welche Kochmesser und Küchenmesser geschärft?
Als Grundregel
gilt:
Europäische
Messer (ballig geschliffen = U-förmig) mit einem
Wetzstahl
.
Japanische
Messer (V-förmig geschliffen) mit einem
Schleifstein
.
WICHTIG!! Japanische Messer dürfen nicht mit einem
Wetzstahl geschärft werde. Dieser beschädigt die
empfindlichen Klingen.
Es gibt auch europäische Messer, die auf einem Schleifstein
geschärft werden können, wie z.B. die Kochmesser der
Serien Le Cordon Bleu oder IKON von Wüsthof. Bitte achten Sie
auf die Bescheibung der Artikel.
Es gibt
verschiedene Sorten von Wetzstäben: den Wetzstahl - den Diamantstab - den Keramikstab.
Mit dem Wetzstahl
zieht man ein europäisches Kochmesser ab und richtet dabei den
durch das Schneiden umgelegten Grat (für das Auge nicht
sichtbar) der Klinge wieder auf. Ein guter Wetzstahl hat einen
hartverchromten, magnetischen Edelstahlstab mit Mittelfeinzug. Um eine
höhere Schärfe zu erreichen, gibt es die sogenannten Metzgerstähle,
die Feinzug und extra Feinzug haben.
Mit dem Diamantstab
(beschichtet mit Industriediamanten) erfolgt im Gegensatz zu den
Wetzstählen ein Materialabrieb an der Klinge. Die Klinge wird
also geschliffen und an der Schneide neu in Form gebracht. Die
Diamantstäbe sind somit für stumpfe Messer gedacht,
die mit einem Wetzstahl nicht mehr scharf zu bekommen sind.
Geübte Nutzer können sie auch für manche
japanische Messer nehmen. Diamant-Schärfstäbe gibt es
in Normalzug und Feinzug.
Mit dem Keramikstab
erfolgt ebenfalls ein geringer Abrieb an Material. Sie sind im
Verhalten also ähnlich den Diamantstäben.
Wenn die Schärfe Ihres Messers nachlässt,
schärfen Sie es, indem Sie die Klinge im Winkel von etwa
20° in Richtung der Schneide über den Wetzstab
streichen. (Messer mit
Wellenschliff müssen vom Fachmann nachgeschliffen werden)

Quelle: Wüsthof Dreizack
Nach dem Schärfen sollten Sie die Messer mit einem milden
Reinigungsmittel in warmen Wasser gut abwaschen und mit einem weichen
Tuch sorgfältig abtrocknen.
Schärfen
mit einem Schleifstein (japanische
Messer
)
Es gibt Steine in Körnungen von
240 bis 12.000. Je höher die Körnungszahl ist, um so
feiner ist die Körnung und höher der Preis. Aber
Achtung, auch unter Schleifsteinen gibt es deutliche
Qualitäts-utsunterschiede. Wir führen nur hochwertige
Markensteine. Schleifstein
A: Steine mit der groben Körnung 200 bis
240 sollten verwendet werden,
wenn die Messerklinge leicht ausgefranst oder
vollkommen stumpf ist. Bei regelmäßigem
Nachschleifen und guter Messerpflege also
verhältnismäßigig selten. In jedem Fall
muss man einen normalen Nachschliff mit einem Stein mit
Körnung 800
oder 1.000 danach vornehmen. Daher gibt es den 240er Stein oft als
Kombistein.
B: Steine mit der mittleren Körnung 800
oder 1.000 sind die
gebräuchlichsten Steine und für den normalen
Nachschliff geeignet.
C: Steine mit der Körnung 3.000 bis 4000
bringen einen
hochwertigen Feinschliff. Die Messer werden mit diesem Stein noch
schärfer, die Klinge an der Schneide dichter und die
Schärfe bleibt länger erhalten. Vor dem Feinschliff
sollte immer der Normalschliff auf einem Stein mit
Körnung 800 bis 1000 erfolgt sein. Nur wenn sehr
häufig und schon bei geringem Verlust der Schärfe
nachgeschliffen wird, kann man direkt auf den Steinen mit
Körnung 3000 bis 4000 nachschärfen.
D: Steine mit der Körnung 6.000 oder
8.000 bis 12.000 sind
High End Steine. Mit diesen Steinen, besonders den Steinen mit
Körnung 8.000 oder 12.000, können Sie einen sehr
feinen, phantastischen Endschliff/Polierschliff machen. Die
Schärfe der Messer ist danach wirklich enorm und die Messer
bleiben sehr lange scharf. Für die wahren Freaks sind diese
Steine ein "Muss". Bevor der Polierschliff auf diesen Steinen erfolgt,
sollten die Messer auf Steinen der Körnung 800 bis
1000 und besonders bei den 8000er oder 12.000er Steinen auch auf
Steinen der 3000/4000er Körnung geschliffen worden sein.
Scharfe Klingen tragen dazu bei, dass die Frische in den Lebensmitteln
wie Fisch, Gemüse, Fleisch usw. erheblich länger
erhalten bleibt, da die Schnittflächen glatt und die Poren
verschlossen bleiben. Für Japaner ist diese gesunde Art der
Lebensmittelzubereitung, ganz besonders auch für
Gemüse und Sushi, selbstverständlich.
Benutzung der Schleifsteine
Es erfordert ein wenig Übung seine Messer
"freihändig" auf einem Stein zu schleifen, denn es gilt den
richtigen Winkel möglichst konstant einzuhalten. Dieser liegt
bei ca. 15°. Wer sich das für den Anfang
nicht zutraut, findet im Shop unser Schleifhilfeset
mit
Kunststoffschutz gegen Verkratzen der Messer von CHROMA
Cutlery. Auch
bieten wir viele Schleifsteine direkt mit Schleifhilfeset an. Die
Schleifhilfen werden einfach auf den Messerrücken
geklipst und die Einhaltung des Schleifwinkels ist damit ganz
einfach. (Wichtig:
die Schleifhilfen nach Gebrauch gründlich spülen,
damit keine alten Partikel bei neuer Benutzung die Messer verkratzt) .
Zunächst wird der Stein ca. 10-15 min. vollständig
ins Wasser gelegt - bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen - ,
um das Bindemittel anzulösen. Danach wird der Schleifstein aus
dem Wasser geholt und der Schleifvorgang kann beginnen. Es bildet sich
während des Schleifens eine Art Schleifschlamm an der
Oberfläche. Dieser Schleifschlamm ist, wie bei einer Seife der
Schaum das Waschmittel ist, das eigentliche Schleifmittel. Er darf erst
nach Ende des Schleifens entfernt werden und sollte, wenn er zu trocken
wird, mit etwas Wasser benetzt werden. Bei beidseitig angeschliffen
Messern werden beide Seiten gleichmäßig geschliffen.
Bei einseitig angeschliffen Messern wird hauptsächlich die
angeschliffene Seite bearbeitet. Die plane Seite bei den einseitig
geschliffenen Messern wird in einem sehr spitzen Winkel mit einer
möglichst feinen Körnung zum Schluß
geschliffen. (Messer mit
Wellenschliff/Sägeschliff dürfen nur vom Fachmann
nachgeschliffen werden).
So
gehts:
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Bevor
Sie den Stein benutzen, legen Sie Ihn für circa 10-15 Minuten
ins Wasser. Sobald keine Luftbläschen mehr aufsteigen, ist der
Stein mit Wasser getränkt und Sie können mit dem
Schleifen beginnen.
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Nehmen
Sie das Messer in die rechte Hand und fixieren Sie die Klinge mit dem
Daumen. Sie können auch noch zusätzlich den
Zeigefinger auf den Klingenrücken legen, wenn Sie damit ein
sichereres Gefühl haben.
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Führen
Sie das Messer nun in einem Winkel von 10-15° in beide
Richtungen über den Schleifstein. Wichtig ist hierbei, den Winkel
konstant zu halten. Beginnen Sie mit der Spitze der Klinge.
Die linke Hand fixiert die Klinge zusätzlich. Sie sollte
möglichst nah am Druckpunkt aufgelegt werden; also auch nah an
der Schneidkante.
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Nach
einiger Zeit bildet sich ein kleiner Grat. Dieser ist nicht gut zu
sehen, man kann Ihn aber spüren.
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Fahren
Sie nun mit der Mitte der Klinge fort. Das Messer sollte immer
schräg in einem Winkel von 60° über den Stein
gezogen werden.
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Wenn
wieder ein Grat zu spüren war, schleifen Sie den letzten Teil
der Klinge. Bei sehr langen Messern und weniger breiten Schleifsteinen
brauchen Sie mehr als 3 Stationen, bis Sie am Ende der Klinge
angekommen sind.
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Während des
Schleifens bildet sich etwas Schlamm an der
Schleifsteinoberfläche. Dieser enthält die
Schleifpartikel und sollte erst zum Schluss entfernt werden.
Wenn der Stein trocken wird,
tropfen Sie wieder etwas Wasser auf die Oberfläche.
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Wiederholen
Sie nun Punkt 3-6 mit dem Klingerücken. Der Grat der nun
entsteht ist wesentlich kleiner und nicht mehr so gut zu
spüren wie vorher.
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Wenn
Sie eine ganz feine Körnung >=3000 haben, benutzen Sie
diese für das 'Finish'. Vor- und Rückseite werden
einige Male über den Stein gezogen.
Wenn
Sie keine solche Körnung haben, ziehen Sie zum Abschluss nur
kurz die Seite mit der Sie den Schleifvorgang begonnen haben in einer
Richtung über den Stein, um den kleinen Grat zu entfernen.
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Quelle: Tojiro
Deutschland
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